|
ZITAT: Die, die immer behauptet hatten, dass REDAXO 3.3 nie fertig würde, behielten Recht. Das neue REDAXO hat nun die Versionsnummer 4.0 bekommen. „Da wir den Systemkern grundlegend entschlackt und zahlreiche neue Schnittstellen geschaffen haben, um das Content Management System noch flexibler erweitern zu können, erschien uns dieser Schritt sinnvoll“, entschieden die Entwickler am Tag der Veröffentlichung. „Wir wollten mit diesem Schritt auch deutlich machen, dass REDAXO 4.0 durch die stärkere Modularisierung und die zahlreichen neuen Variablen wirklich völlig neue Möglichkeiten bietet.“
Barrierearmes CSS-Backend Die meisten der Neuerungen sind nicht auf den ersten Blick ersichtlich, sondern offenbaren sich erst beim genaueren Hinsehen: Zum Beispiel das Backend, das auf Layout-Tabellen verzichtet und auf modernen XHTML/CSS-Quellcode umgestellt wurde. Das ermöglicht es nicht nur, dem Administrationsbereich ein komplett anderes Aussehen zu geben und damit eigene Skins zu entwickeln. Viel wichtiger noch: Das Backend ist barrierearm gestaltet; sogar an Accesskeys zum Aufruf der wichtigsten Befehle haben die Entwickler gedacht. „A“ für „Add“ fügt beispielsweise ein neues Element hinzu; „S“ (Save) dient zum Speichern. Während also viele CMS-Konkurrenten noch nicht einmal ein barrierefreies Frontend ausliefern können, ist REDAXO schon beim barrierefreien Backend angekommen.
Weitere Schnittstellen für mehr Flexibilität Um REDAXO besser erweiterbar zu machen und mehr Schnittstellen zum Eingriff in Backend zu schaffen, wurde der REDAXO-Kern stark modularisiert. Die Entwickler haben zahlreiche weitere Extension-Points geschaffen, um das Backend noch individueller anzupassen. Ein wahllos herausgegriffenes Beispiel: Wer einem Artikel neben dem normalen Online/Offline-Status noch weitere zuweisen möchte (zum Beispiel „gesperrt“), erreicht man dies über den neu geschaffenen Extension Point „Status_Types“. Die Zahl der REX_VALUES wurde auf 20 erhöht; außerdem stehen nun weitere Variablen wie REX_SLICE_ID, REX_MODULE_ID oder REX_CTYPE_ID zur Verfügung. Die Benennung von Klassen, Funktionen und Methoden wurde vereinheitlicht; eine Kompatibilitätsdatei sorgt jedoch dafür, dass die bisherigen Bezeichnungen trotzdem weiter funktionieren. Das Entschlacken des REDAXO-Cores hat eine Basis geschaffen für das noch leichtere und flexiblere Entwickeln von Erweiterungen. Und das, ohne das System aufzublähen: Trotz der Weiterentwicklungen ist REDAXO mit 2,8 MB extrem schlank, wobei allein 900 KB auf den visuellen Text-Editor entfallen.
Meta-Infos Aus dem Kern ausgelagert und in Addons verpackt wurden nicht nur die PHP-Mailer-Funktionalität und der WYSIWYG-Editor TinyMCE sowie der Textile-Editor, sondern auch die stark erweiterte Steuerung der Meta-Infos. Mit REDAXO 4.0 sind nun Artikel um Meta-Info-Felder beliebig erweiterbar, aber auch Kategorien und die Dateiverwaltung im Medienpool. Denkbare Einsatzzwecke wären beim Artikel weitere Felder, um Headerbilder oder andere seitenspezifische Darstellungen zu steuern, während im Medienpool Felder für Copyright-Infos zum Fotografen oder Bildbeschreibungen denkbar sind. Und bei den Kategorien könnte man beispielsweise Felder für interne oder externe Weiterleitungen erstellen oder eine Kategorie völlig flexibel bestimmten Navigationen zuordnen.
Spalten Spalten beherrschte REDAXO schon länger. Neu ist jedoch, dass man Spalten (oder allgemeiner: Inhaltsbereiche, die individuell voneinander befüllt werden sollen) für jedes Template individuell definieren kann. Je nach zugewiesenem Template erhält dann der Redakteur bei der Arbeit an einer Seite Zugriff auf eine oder eben mehrere Spalten.
Medienpool Auch der Medienpool wurde stark überarbeitet. Er enthält nun die Möglichkeit, per FTP hochgeladene Dateien zu synchronisieren und damit datenbankgestützt zu verwalten. Die Image-Resize-Funktion zur CMS-gesteuerten Erzeugung von Thumbnails kann nun auch in Echtzeit das Bild beschneiden, Farb- und Scharfzeichnungsfilter anwenden oder Logos für Brandingzwecke in das Bild einrechnen.
Setup Das Setup von REDAXO legt mehr Wert auf Sicherheit. Wenn die zum Ordnerschutz nötige htaccess-Datei fehlen sollte, weist REDAXO darauf hin. Außerdem kann die Übermittlung des Passworts optional verschlüsselt werden. Zum Betrieb von REDAXO ist mindestens PHP 4.3.2. nötig; selbstverständlich läuft es auch mit PHP 5.
Ein Update einer bestehenden Website auf REDAXO 4.0 ist im Prinzip möglich, wird aber wegen der zahlreichen Änderungen in den meisten Fällen – insbesondere bei der Verwendung von Spalten – wohl nicht ohne Nachbesserungen möglich sein. Es gibt jedoch ein Skript, dass die Datenbankstruktur aktualisiert; die restlichen Anpassungen können der Datei readme.txt entnommen werden.
Quelle: REDAXO
|